Simbabwe

Simbabwe - Überblick

  • Einwohner: 12.084.304
  • Hauptstadt: Harare
  • Int. Kennzeichen: ZW
  • Sprache: Englisch, Shishona, Sindebele
  • Währung: 1 Simbabwe-Dollar (Z.$) = 100 cents (c)
  • Zeitdifferenz/MEZ: 1
  • Information zur Zeitdifferenz: MEZ plus eine Stunde, keine bei MESZ
  • Elektrischer Strom: 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, dreipolige Rundstecker, Zwischenstecker erforderlich

Simbabwe StaatswappenStaatswappen von SimbabweZimbabwe (Republik of Zimbabwe) ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika. Das Land wurde im Süden von Südafrika, im Norden von Sambia und Moçambique, im Osten von Moçambique und im Westen von Botswana begrenzt. Die ehemalige britische Kronkolonie Rhodesien erklärte 1965 ihre Unabhängigkeit und wurde 1970 Republik. 1979 wurde das Land in Zimbabwe-Rhodesien umbenannt, erstmals gab es eine Regierung mit schwarzer Mehrheit. Im daraufkommenden Jahr folgte die formelle Unabhängigkeit, nun mit dem Landesnamen Zimbabwe. Das Fläche des Landes umfasst ca. 390 500 Quadratkilometer.

Geographie

Zimbabwe ist ein Hochland, das sich in verschiedene Regionen aufteilt: in das zentrale Mittel- und Highveld (800-1200 bzw. über  1 200 m), das mit dem Nyangani 2 590) m Höhe erreicht, und in das nach Süden und Norden anschließende Lowveld (unter 800 m). Zimbabwe weist wegen seiner Höhe und der Nähe zu den Tropen ein ziemlich mildes Klima auf. Die Durchschnittstemperaturen betragen im Juli (Winter) 15-20°C und im Januar (Sommer) 25-30°C. Die jährliche Durchschnittsmenge an Niederschlägen liegt im Hochveld bei ca. 900 mm und im Middleveld bei überwiegend bis zu 600 mm. Der meiste Regen fällt im Sommer zwischen Oktober und März.

Bevölkerung

Bei einer Bevölkerungsdichte von nur 28 Einwohnern pro Quadratkilometer hat Zimbabwe eine Einwohnerzahl von etwa elf Millionen. Sie besteht zu etwa 97 % aus Bantuvölkern. Die wichtigsten Stämme sind die Shona und die Ndebele. Die Naturreligionen haben noch viele Anhänger, etwa 46% der Bevölkerung bekennen sich zum Christentum. Im Land leben auch Minderheiten von Europäern und Asiaten.

Natur

Wälder gibt es in Zimbabwe wenige, an der Ostgrenze und in den feuchten Regionen des Hochveld. Savannen prägen das Landschaftsbild, wo in den feuchten Sommern ein besonders saftiges Gras wächst. Die Artenreichtum ist enorm, u.a. leben hier Elefanten, Flusspferde, Löwen, Hyänen, Krokodile, Antilopen, Impalas, Giraffen, Paviane und unzählige Vogelarten.

Klima

Zimbabwe hat über das ganze Jahr hinweg ein angenehm temperiertes Klima. Der trockene Winter erstreckt sich von Juni bis September. Die Regenmenge erhöht sich vom Südwesten in Richtung Nordosten: bei Beit Bridge, an der Grenze zu Südafrika, fallen im Durchschnitt weniger als 400mm im Jahr, während bei Chapinga in den Eastern Highlands mehr als 1.000mm im Jahr fallen. Im gesamten Land liegen die Tages-Tiefsttemperaturen im Juli bei 14 bis 19°C, die Höchsttemperaturen im Januar.

Sicherheitslage

Die Sicherheitslage im Land hat sich in jüngster Zeit erneut verschlechtert. Nach wie vor werden viele der kommerziellen Farmen landesweit von den sogenannten "war veterans" und ZANU-PF Anhängern besetzt. Neue Besetzungen sind in den letzten Monaten vor Eintreten der Regenzeit (November des Jahres) dazugekommen. Auf manchen Farmen werden die Farmer von den Besetzern weiterhin daran gehindert, das Land zu bebauen, was vereinzelt zu groben Zusammenstössen zwischen Farmern/Landarbeitern und Besetzern führen kann. Nationalparks sind ebenfalls von diesen Besetzungen betroffen, wodurch ein großer Schaden an Baum- und Tierbestand angerichtet wurde. Obwohl die Regierung bereits zahlreiche kommerzielle Farmen zur Zwangsenteignung ausgeschrieben hat, kommt es aufgrund mangelnder finanzieller und personeller Mittel wiederholt zu chaotischen Zuständen und zu ansteigender Aggressivität gegen die weiße Bevölkerung.
Die Kriminalität ist durch die zunehmende Verarmung der Bevölkerung im Steigen begriffen, wodurch auch Touristen betroffen sind, z. B. werden Car-jackings und Einbrüche täglich von professionellen Banden mit Waffengewalt durchgeführt.
Die Treibstoffkrise hat sich landesweit verschärft. Sowohl Diesel als auch Benzin sind nur noch sporadisch erhältlich und Staus an den Tankstellen gehören zum Alltagsbild. Reisenden nach Simbabwe wäre anzuraten, von der Anmietung eines Fahrzeuges Abstand zu nehmen und Reisen im Land nur per Flugzeug zu unternehmen. Es wird daher empfohlen, zur Zeit nur notwendige Reisen nach Simbabwe durchzuführen.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung ganz besonders bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

Einreise

Reisende benötigen einen Sichtvermerk, der bei der für Österreich zuständigen Vertretungsbehörde des Landes beantragt werden muss (ein Touristensichtvermerk für 3 Monate ist auch am Flughafen oder an der Grenzstelle erhältlich). Der Reisepass muss bei der Einreise noch gültig sein. Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können.

Einfuhrbeschränkungen

Die Einfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von Z.$ 500.-, die Mitnahme von Fremdwährung unbegrenzt erlaubt (Deklaration empfohlen). Österreichische Schillinge haben keinen Markt, es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar oder Pfund Sterling in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten. Ausländer müssen Hotelrechnungen, Safaris, Gebühren für Nationalparks und anderes in Devisen (bzw. dem Gegenwert in nationaler Währung zumeist beträchtlich über dem Inländerpreis) bezahlen. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen bedarf einer Einfuhrgenehmigung, die Einfuhr von Honig ist verboten.

Ausfuhrbeschränkungen

Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu Z.$ 500.-, die Mitnahme von Fremdwährung ist bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag erlaubt. Freier Export von Waren bis zu Z.$ 500.- pro Person. Besucher können alles, was sie in Simbabwe erwerben, ausführen. Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Klima

Die Situation in den Überflutungsgebieten im Osten und Süden des Landes hat sich weitgehend normalisiert, obwohl das Malariarisiko derzeit deutlich höher einzuschätzen ist.
Subtropisches Klima ohne Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur mit einem Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Die Regenzeit dauert von November bis April. In den höher gelegenen Landesteilen, einschließlich der Hauptorte Harare und Bulawayo, sind die Temperaturen eher gemäßigt, die Luftfeuchtigkeit ist nicht allzu hoch. Von Mai bis August ist das Wetter kühl und trocken, bis November heiß und trocken (heißeste Monate September/Oktober). In den niedrigeren Regionen im Norden und Süden des Landes sind die Temperaturen allerdings erheblich höher.

Ratschläge

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Gesundheit

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Das öffentliche Gesundheitswesen leidet auch unter gelegentlich wiederkehrenden Streiks. Im Hinblick auf 20% Aids-Infizierte und die unzureichende medizinische Ausrüstung in Spitälern ist von Operationen abzuraten. Bei schweren Erkrankungen bzw. Unfällen ist der Rücktransport nach Österreich (allenfalls auch nach Südafrika) angeraten. In den Apotheken gibt es zunehmend importierte Medikamente.

Impfungen

Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei der Einreise über ein Infektionsgebiet bei Gelbfieber (ansonsten nicht notwendig). Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und Typhus), empfiehlt das Institut für Tropenmedizin Wien (Tel. 403-83-43) jedoch für Individualtouristen und Camper eine vorbeugende Impfung gegen Cholera, Hepatitis B und Tollwut. Malariaprophylaxe für das ganze Land unter 1200m Seehöhe wird angeraten.

Vorsichtsmaßnahmen

Im allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Das Wasser in den Flüssen und Dämmen eignet sich nicht zum Schwimmen, weil es mit Bilharzia infiziert ist. Höhenlage und Äquatornähe erhöhen die Gefahr von Sonnenbrand und -stich (Hautkrebsgefahr). Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Versicherungen

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Verkehrsmittel

Individualreisende werden darauf hingewiesen, dass im Moment landesweit akuter Treibstoffmangel herrscht. Vor allem bei der Dieselversorgung kommt es zur Zeit zu Engpässen.
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz, Eisenbahnen, Busverbindungen. Lokal Taxis und Mietwagen. Für die Reiseziele Victoria Falls, Kariba und eventuell Bulawayo ist das Flugzeug anzuraten. Zwischen einigen Hauptorten gibt es ein zunehmendes Angebot an Komfortbussen. Die normalen Überlandbusse sind häufig überfüllt und pannenanfällig. Die täglichen Zugverbindungen zwischen den Hauptorten sind relativ bequem, aber eher langsam. Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden. Ein Temporary Import Permit ist kostenlos an der Grenze erhältlich. Das Hauptstraßennetz (asphaltiert) ist sehr gut, die Nebenstraßen allerdings zumeist nicht asphaltiert (daher Allradantrieb empfohlen). Achtung, in Simbabwe Linksverkehr.

Besondere Hinweise

Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

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